Baumpflege / Baumklettern

Hintergrund

 

Bei der Seilklettertechnik, oder auch verkürzt SKT genannt, versteht man das Arbeiten mit moderner Seiltechnik im Baum. Dabei umfasst sie Klettertechniken im Baum, Arbeitsweisen mit Hand- und Motorsäge, Abtragen von Teilen bzw. ganzen Bäumen am Seil sowie weitere Seil- und Sicherungstechniken.

 

Durch diese Methodik ist es möglich, sich in der ganze Krone des Baumes, bis hin zum Feinast- bzw. Außenbereich zu bewegen. So kann auch für Technik (Hubarbeitsbühne, Kran, Steiger etc.) unzugängliche Winkel des Baumes noch oft mit der Klettertechnik erreicht werden.

Ausnahmen bilden hierbei jedoch unter anderem abgestorbene (sogenanntes Totholz) oder extrem bruchgefährdete Bäume und Äste, sowie Bereiche in der Nähe von Hochspannungsleitungen oder ähnlichen.

 

In der Baumpflege ist neben allgemeinen Arbeiten der Pflege und Baumsanierung auch das vollständige Abtragen von Bäumen mittels Seilklettertechnik (SKT) üblich, die zu den Fälltechniken zählt, sich aber grundsätzlich von der Fällung unterscheidet. Dabei wird der Baum nicht im Stück gelegt, sondern im Stehen in Teile zerlegt. Die Stücke werden meist über kontrolliertes Ablassen am Seil durch Helfer geborgen. Falls von den Örtlichkeiten möglich, unter Umständen auch am Kran oder mit dem Greifer. Hierbei spricht man von der Riggingtechnik.

 

Die Baumklettertechnik ist ein, von der Berufsgenossenschaft ein anerkanntes Arbeitsverfahren, welches unter strengen Vorgaben für den Baumpfleger bzw. Baumkletterer (auch Arborist oder Treeworker genannt) steht. Um es anwenden zu dürfen bedarf es mehrere zertifizierte Schulungen mit anschließender Theorie- und Praxisprüfung, sowie speziellen Kletter- und Arbeitsmaterial.

 

Vorteile

  • Die Seilklettertechnik ist unabhängig vom umliegenden Gelände (z.B. Geländeneigung) und von Bebauung und engen Durchfahrten, wo Fahrzeuge sonst nicht mehr hinkommen würden.

  • Es findet keine unnötige Bodenverdichtung im empfindlichen Wurzelbereich des Baumes durch das Befahren statt.

  • Das Umfeld, wie z. B. das Blumenbeet oder der Rasen, werden weitestgehend geschont, da nicht mit schweren Maschinen darauf gefahren werden muss.

  • Auch bei sehr dichten Baumkronen ist eine gute Zugänglichkeit der inneren Kronenbereiche gegeben.

  • Es werden keine Schäden an Ästen und Zweigen durch Hubarm oder Korb einer Hubarbeitsbühne verursacht.

  • Durch geringe Materialkosten und den Wegfall hoher Maschinen- oder Mietkosten ist ein kostengünstigeres Arbeiten mit geringer Baustelleneinrichtung möglich.

  • Der Baumkletterer erhält durch das Sitzen in der Krone einen umfassenden Eindruck vom aktuellen Zustand des Baumes. Verdeckte, vom Boden aus nicht sichtbare Problemstellen werden erkannt und können sofort fachgerecht behoben werden.

  • Kein Lärm und keine Abgase (abgesehen von etwaigen Motorsägen- oder Holzhäcksler Einsatz).

  • Bei jeder Baumhöhe einsetzbar.

 

Nachteile

  • Zurecht strenge Auflagen der Berufsgenossenschaft für den auszuführenden Betrieb.

  • Witterungsabhängig, da z. B. bei starker Glätte (Schnee, Nässe) nur schwer geklettert werden kann.

  • Eine Hubarbeitsbühne kann unter Umständen bei manchen Arbeiten schneller sein, so z. B. bei einem Formschnitt einer ganzen Allee.

 

Voraussetzungen

an den Betrieb und an die Mitarbeiter

 

Um Ihnen diesen Service anbieten zu können, muss zuerst viel Hintergrundarbeit geleistet werden. Einen kleinen Ausschnitt hiervon haben wir mal grob zusammen gestellt:

 

Einmalig

  • Grundlehrgang an einer zertifizierten Ausbildungsschule mit Abschlussprüfung vor der Berufsgenossenschaft. Anschließend wiederkehrende Lehrgänge zur Weiterqualifizierung in diesem Bereich.

 Einmal Jährlich

  • Komplette Materialprüfung durch einen Sachkundeprüfer (zusätzlich zu den immer wiederkehrenden Kurzprüfungen vor, während und nach dem Arbeitseinsatz).

  • (Gefahren-) Unterweisung der Mitarbeiter und praktische Rettungsübung.

 Alle 2 Jahre

  • Erste Hilfe Lehrgang sowie 2 Arbeitsmedizinische Untersuchungen eines jeden Kletterers

 Sonstiges

  • Diverses Ausrüstungsmaterial muss in einem festgeschriebenen Rhythmus durch neues ausgetauscht werden. So muss z. B. der Klettergurt im Turnus von 5 Jahren ausgetauscht werden, egal ob gebraucht oder nicht.

  • Mindestens 2 ausgebildete Kletterer immer auf der Baustelle

  • Gefährdungsermittlungen jedes Baumes vor Arbeitsbeginn

 

Leistungen

 

Baumschutzverordnung, Fäll Antrag und Kronenveränderungsantrag

Entsprechend der Erfordernisse von Baum und Standort formulieren wir gemäß Baumschutzverordnung und Naturschutzgesetz den notwendigen Antrag und reichen ihn bei der zuständigen Behörde ein

Straßenverkehrsanordnung und Baustellenabsicherung

Bei Arbeiten im Straßenbereich beantragen wir die notwendige Genehmigung und Anordnung bei der zuständigen Behörde und sorgen für eine ausreichende Straßen und Baustellenabsicherung.

Eigentliche Arbeiten

Je nach Baumart, Standort, Zustand und Ihren Wünschen können sich baumpflegerische Maßnahmen ergeben, die sofort getätigt werden müssen, oder die für ein weiteres gesundes Wachstum sinnvoll wären.

 

Schnittmaßnahmen können ebenso dazu beitragen, die Lichtverhältnisse im Baum deutlich zu verändern, Fehlentwicklungen des Baumes zu korrigieren, abgestorbene oder sturmbeschädigte Teile zu beseitigen.

In Sachen kommunaler Sicherheit oder auf Spielplätzen und Kindergärten spielt es gleichwohl eine wichtige Rolle, drohendes herabfallendes Geäst vorweg bereits abzuschneiden.

Entsorgung

Je nach Wünschen kann das Material durch uns gehäckselt und / oder einer Kompostierung zugeführt werden. Bei Wurzelstöcken besteht die Möglichkeit es mit Maschinen auszufräsen.

Ersatzpflanzungen

In manchen Fällen ist eine Ersatzbepflanzung durch den Landkreis, der Stadt oder der Gemeinde vorgeschrieben. Hierfür steht Ihnen unser Würstle Gartenland zur Verfügung. Die Abteilung Würstle Landschaftsbau kann dabei die Bepflanzung vornehmen.

 

Kontaktieren Sie uns

 

Würstle Baumpflege ist Ihr Ansprechpartner für Baumschnitt, Baumpflege, Baumsanierung Kroneneinkürzung, Windbruch, Lichtraumprofil und / oder Baumfällung im Raum bzw. Landkreis Fürstenfeldbruck (FFB), Dachau (DAH), Landsberg (LL) und Starnberg (STA)! Aber auch darüber hinaus dürfen Sie uns gerne zu diesem Thema konaktieren.

 

Zu unseren Kunden zählen Städte und Gemeinden, Hausverwaltungen, Privathaushalte und Firmen.

 

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