Fungizide

Chemische pilzvernichtende Mittel nennt man Fungizide. Sie kommen überwiegend in wachsenden Pflanzenbeständen zum Einsatz.

 

Wie wirken Fungizide?

Fungizide sind organische oder anorganische Substanzen gegen Pilzbefall. Sie haben, je nach Mittel, verschiedene Wirkmechanismen und unterscheiden sich in verschiedenen Kriterien. Bezüglich des Aufnahmeortes unterscheidet man zwischen Bodenfungiziden, bei denen die Pflanze das Mittel über die Wurzeln aufnimmt und Blattfungiziden, bei denen die Stoffe auf die Blätter ausgebracht werden. Des Weiteren gibt es auch noch Beizmittel. Bei der Beizung bekommt das Saatgut eine schützende Schicht aus Fungiziden, die einerseits vorhandene Pilze abtötet und andererseits nach der Saat eine abtötende Wirkung auf das nahe Umfeld des Saatguts haben kann. Fungizide unterscheiden sich auch in ihrer Wirkungsweise. So gibt es Kontaktmittel, die sofort nach dem Ausbringen auf der Pflanze wirken und systemische Mittel, die von der Pflanze aufgenommen und über die Leiterbahnen verteilt werden und dabei ihre Wirkung entfalten. Fungizide werden überwiegend protektiv oder kurativ eingesetzt. Die Wirkungsorte von Fungiziden können ganz verschieden sein und sind von dem zu bekämpfenden Pilz abhängig.

 

Wann dürfen Sie Fungizide benutzen?

Grundsätzlich sollte der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln immer der letzte Schritt sein. Ihre Anwendung sollte nur stattfinden, wenn alternative umweltschonende Anwendungen nicht ausreichen oder besondere Gründe für einen Fungizideinsatz vorliegen. Für den privaten Garten und Haushalt dürfen nur Fungizide benutzt werden, die ausdrücklich für diesen Bereich vorgesehen sind. Sie sind mit der Aufschrift „Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich zulässig“ gekennzeichnet. Da Fungizide überwiegend in wachsenden Pflanzenbeständen ausgebracht werden und daher auch Früchte betroffen sein können muss besonders die entsprechende Wartezeit beachtet werden! Diese gibt an, wie viel Zeit zwischen Anwendung und Ernte mindestens vergehen muss, damit die maximalen Rückstandswerte in den Ernteprodukten nicht überschritten werden. Diese Wartezeit kann durchaus schon einmal bis zu 50 Tage oder mehr betragen. Ob ein Fungizideinsatz mit einer so langen Wartezeit kurz vor einer Ernte Sinn macht, muss daher von Fall zu Fall unterschieden werden!

 

Birnengitterrost

Welches Präparat ist das Beste für meine Anwendung? Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Pflanzenschutzmitteln auf dem Markt. Zudem unterliegt der Verkauf dieser Mittel nicht der Selbstbedienung und bedarf immer einer fachgerechten Beratung. In einer Gärtnerei oder einem Gartencenter erhalten Sie daher die richtige Beratung und fachliche Auskunft zu Ihrem speziellen Anliegen!

 

Was Sie bedenken sollten.

Pflanzenschutzmittel sollten nur im Fachhandel gekauft werden. Ihre unsachgemäße Anwendung kann zu Gesundheitsschäden und zu Schäden an Ihrer Umwelt führen. Beachten Sie daher auch alternative umweltschonende Bekämpfungsmethoden.


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