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Gemüse vermehren

Salatpflanzen_im_Erdsack Der Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern im eigenen Garten erfreut sich großer Beliebtheit, denn wer kann besser für gesunde und ökologische Anbaubedingungen Sorge tragen, als man selbst. Aber auch Balkon und Terrasse bieten verschiedene Möglichkeiten, um zumindest ein wenig Selbstversorgung zu betreiben.

 

Dabei ist nicht nur der eigene Anbau von Gemüse möglich, auch die Vermehrung kann der Hobby-Gärtner vielfach in die eigene Hand nehmen. Der Fachmann unterscheidet dabei zwei Formen, die vegetative und die generative Vermehrung.

 

Eine vegetative Vermehrung findet statt, wenn aus der Mutterpflanze heraus die Vermehrung erfolgt. Dazu muss eine Bewurzelung in einem dafür geeigneten Medium stattfinden, z.B. Wasser oder Pflanzerde. Auf diese Weise können z.B. Lauch oder Fenchel vermehrt werden. Nach der Ernte wächst das Gemüse dann einfach weiter und kann so mehrmals geerntet werden. Dies funktioniert auch mit einigen Salatsorten wie z.B. Rucola-Salat. Wichtig ist, bei der Ernte nicht zu viel von der Pflanze abzuschneiden und falls die Vermehrung im Wasser erfolgen soll, das Wasser mehrmals pro Woche zu wechseln.

 

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Die generative Vermehrung findet mittels Samen statt, die zuvor von einer Mutterpflanze oder einer Frucht gewonnen werden. So lassen sich bspw. Paprika und Peperoni vermehren, indem die Kerne der Frucht entnommen, getrocknet und im nächsten Jahr ausgesät werden. Auch Tomaten eignen sich hierfür. Dazu werden die Samen, die sich innerhalb der Frucht in einer schleimigen Hülle befinden, in Wasser gelegt. Nach ca. zwei Tagen lösen sich die Samen und sinken zu Boden. Nun können Sie einfach getrocknet und bis zum nächsten Jahr aufbewahrt werden.

 

Die Ausnahme bilden Kürbisse und Zucchini: Hier sollte auf eine Vermehrung im eigenen Garten verzichtet werden. Es besteht das Risiko, dass aufgrund von Fremdbestäubung durch ungenießbare Zierkürbisse Kreuzungen entstehen, die nicht essbar sind.

 

Auch die Vermehrung von Kartoffeln erfolgt generativ. Dazu werden einfach Kartoffelknollen mit geeigneter Größe bei der Ernte aussortiert und an einem kalten und dunklen Ort aufbewahrt. Im nächsten Jahr werden die Knollen dann an einem warmen Ort zum Keimen gebracht und ausgepflanzt.

 

Aber nicht nur Gemüse, auch viele Kräuter lassen sich einfach selbst vermehren. Einige Beispiele sind Basilikum, Rosmarin, Minze und Koriander. Bei diesen Kräutern werden einfach die Spitzen junger Triebe mit einem scharfen Messer oder einer Schere abgetrennt und ins Wasser gestellt, bis Sie keimen. Zuvor sollten Sie von Blüten und Knospen befreit werden. Nach dem Keimen können die Triebe in Aussaat- oder Kräutererde gepflanzt werden. Hinweis: Schneiden Sie dicht unter einem Blattknoten.


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