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Bambus als Sichtschutz

Auf der Terrasse, dem Balkon und im Garten möchte man die Zeit ungestört und privat verbringen. Doch gerade bei offenen Landschaften mit dichter Nachbarschaft, im kleinen Garten hinter dem Haus oder auf dem Balkon sind neugierige Augen oft nicht fern. Für den nötigen, schnell wachsenden Sichtschutz ist immergrüner Bambus optimal geeignet.

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Bambus ist durch sein exotisches Flair nicht nur ein echter Hingucker, sondern durch seinen blickdichten Wuchs auch praktisch, um natürliche Sichtbarrieren zu erschaffen. Sie können Bambus sowohl heckenartig als auch als Solitärbambus pflanzen, um einen optimalen Sichtschutz zu erreichen. Wie Sie einen Sichtschutz aus Bambus gestalten und worauf Sie achten sollten lesen Sie hier.

 

Den richtigen Bambus wählen:

Da Bambus in zahlreichen verschiedenen Sorten erhältlich ist, sollten Sie beim Kauf auf einen kompakten, dicht belaubten Wuchs achten. Riesengras-Sorten sind als Sichtschutz besser geeignet, als bodenbedeckende Arten. Sie profitieren außerdem aus den verschiedenen Halmfärbungen, die Ihren Garten oder Balkon akzentuieren. Kübelbambus ist zwar mobiler als ausgepflanzter Bambus, dennoch sind die großen Ausmaße oft hinderlich beim Winterschutz. Aus diesem Grund sollten Sie generell eine winterfeste Bambusart bevorzugen. Folgende Arten sind besonders winterfest:

– Phyllostachys bissetii

– Phyllostachys aureosulcata ‚Aureocaulis‘

– Phyllostachys aureosulcata ‚Spectabilis‘

– Fargesia rufa

 

Bambus als Sichtschutz im Kübel:

Auf der Terrasse, dem Balkon oder im Innenbereich bieten Kübel eine attraktive Möglichkeit zur Bambusanpflanzung auch ohne direkten Zugang zum Erdreich. Dieser kann punktuell platziert werden und so gezielt neugierige Blicke fernhalten. Sie müssen jedoch darauf achten, dass der gewählte Kübel groß genug für den Bambus ist. Er sollte mindestens 60 Liter fassen aber dennoch weiterhin beweglich bleiben. Es ist empfehlenswert, Kübel zu wählen, deren Form unten schmaler ist als oben. Das erleichtert später das Teilen oder Umtopfen des zu groß gewachsenen Bambus. Um Staunässe zu verhindern, sollte der Kübel am Boden mit Wasserabzugslöchern versehen sein. Außerdem sind ein Zuschlemmvlies, eine Drainageschicht sowie humusreiche Erde notwendig. Wenn Sie einen Bambus im Kübel anpflanzen, beachten Sie dessen erhöhten Wasser- und Nährstoffverbrauch. Bei der richtigen Pflege und regelmäßigem Zurückschneiden kann der Kübelbambus schon nach einiger Zeit etwa fünf Meter Höhe erreichen.

 

Bambushecke für großflächigen Sichtschutz:

Eine Bambushecke ist planungsintensiv, da viele Faktoren vorab bedacht werden müssen, aber ebenso effektiv. Beachten Sie die vorherrschenden Standortverhältnisse bei der Auswahl der Bambusart. Neben dessen Höhenwachstum, benötigten klimatischen Bedingungen und Bodenansprüchen sind insbesondere die Breite der Beete und ein Windschutz von Bedeutung.

 

Sofern die Bambuspflanze bereits über einen kräftigen Wurzelballen verfügt, kann sie zwischen Frühjahr und Herbstbeginn gepflanzt werden. Idealer Anpflanzungszeitpunkt ist im Frühling, hier kann sich der Bambus gut an den Boden und die neuen Umgebungsverhältnisse gewöhnen. Im Sommer müssen Sie einen frisch gepflanzten Bambus vermehrt gießen und im Winter für einen ausreichenden Frostschutz sorgen, auch, wenn Sie für eine Hecke generell eine winterfeste Sorte wählen sollten. Sorgen Sie mit Rindenmulch für einen zusätzlichen Schutz vor Frost. Je dichter Sie die Pflanzen nebeneineinander pflanzen, umso schneller wird ein blickdichter Sichtschutz erreicht. Halten Sie je nach Wurzelballengröße jedoch einen Abstand von mindestens 30 bis 40 Zentimetern ein, damit sich die Wurzeln ungehindert ausbreiten können und nicht um Nährstoffe konkurrieren.

 

Beim Anlegen der Hecke müssen Sie zudem darauf achten, dass trotz der sich ausbreitenden Bambusgewächse der gegebene Grenzabstand eingehalten wird. Es gelten die rechtlichen Bestimmungen für Zierpflanzen. Beachten Sie daher unbedingt Art. 47 ff BGB und das in Ihrem Bundesland geltende Nachbarschaftsgesetz.

 

Es wird unterschieden zwischen horstbildenden (Fargesia- und Borinda-Bambusarten) und ausläufertreibenden (Phyllostachys-Arten) Bambussorten. Während horstbildende Sorten vergleichsweise pflegeleicht sind und als Hecke frei wachsen können, müssen ausläufertreibende Bambusarten durch eine sogenannte Rhizomsperre aus PEHD oder HDPE Folie in ihrer Form gehalten werden. Legen Sie dazu zunächst mit Pflöcken und gespannten Seilen die Ausmaße fest und heben Sie dann einen etwa 70 Zentimeter tiefen Graben an der äußeren Linie aus, der nach unten hin schmaler wird. Entfernen Sie Steine, Wurzeln und stellen Sie sicher, dass die Rhizomsperre nicht beschädigt werden kann. Verbinden Sie die Enden der Rhizomsperre mit einer Verschlussschiene so, dass im inneren Kreis keine Rhizomsperrenfolie übersteht. Die Rhizomsperre sollte nach dem Verlegen noch etwa zehn Zentimeter aus dem Boden herausragen. Vermeiden Sie beim Auffüllen mit Erde Lufteinschlüsse. Die Bepflanzung mit Bambus erfolgt erst nach dem Anlegen der Rhizomsperre etwa zehn Zentimeter tiefer als die obere Kante der Rhizomsperre.

 

Wenn Sie einen Sichtschutz aus Bambus anlegen möchten, sich aber über die richtige Pflanzenwahl nicht ganz sicher sind, sprechen Sie uns an. Wir zeigen Ihnen gerne die verschiedenen Möglichkeiten zu Gestaltung auf und beraten Sie, wie Sie Ihren Bambussichtschutz in Form halten und pflegen.

 

 


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